Dienstag, 6. März 2018

Saisonauftakt geglückt

Hallo,

wie schon letztes Jahr wollte ich auch dieses Jahr wieder beim Neckarufer Marathon in Stuttgart, bzw. eigentlich am Rande von Stuttgart (Stuttgart liegt eigentlich am Nesenbach und nicht am Neckar) starten. Und so kam es auch. Trotz einiger gesundheitlicher Schwierigkeiten im Vorfeld.
Eine Bestzeit hatte ich sowieso nie geplant auch wenn die Strecke dafür durchaus geeignet wäre. 2 flache Runden, je vier Brücken, je 2 enge Kurven und je 4 Verpflegungsstellen. Mehr braucht es für einen Marathon nun echt nicht. Gerade wenn er noch so "klein" und familiär ist. Gerade einmal 130 Starter sollten es bei dieser vierten Auflage sein. Ausgebucht nach wenigen Tagen. Völlig zurecht. Sucht man doch um diese Jahreszeit nach Marathons oder langen organisierten Läufen.
Los ging es demnach am Sonntag 4. März. Nach 2 Wochen eisigem Wetter war erstmal der Weg zum Auto spiegelglatt dass es mich fast hinlegte. Nach freikratzen und der Fahrt zum Start wusste ich aber was für ein sonniger Tag das werden würde. Vorhergesagt waren 12°C. Entsprechend stand ich dann in Begleitung von vielen bekannten Gesichtern in kurzer Hose und T-Shirt, allerdings noch mit Armlingen am Start.
Los ging es und eigentlich wollte ich es ganz entspannt angehen, fand ich jedoch nach den ersten hundert Metern auf Platz Vier wieder. Ich blieb dann einfach erstmal an den Führenden dran und versuchte nicht auszurutschen; war es doch dort recht glatt und rutschig. So ging dass dann bis Km 4, die Sonne kam hervor, der Geist wachte auch auf und ich war mir sicher hier absolut unvernünftig zu handeln und zügelte mein Tempo etwas. Erstmal etwas trinken und auf der anderen Neckarseite wieder zurück zum Start. Ab nun wurde es ein einsames Läufchen. Abgesehen von den Sonntagsjoggern, den Hundespazierführer und einigen Rentner war es recht ruhig. Ich genoß jedoch auch die Ruhe und versuchte mich dann weiter Neckaraufwärts unterwegs von Jogger zu Jogger zu hangeln und diese zu überholen. Am obersten Punkt, bei Km 16, nochmals etwas trinken und auf der anderen Seite wieder den Neckar hinab zum Start. Nach 1:32 h war dann die ersten Runde beendet.
Bis dato lief es recht gut. Und durch die Wenden wusste ich auch ziemlich genau wo ich Stand. 1 min vor und hinter mir erstmal niemand.
Wieder ging es nun das glatte Stück den Neckar runter. Noch immer etwas gefährlich dort zu laufen, aber meine Pace ließ nun etwas nach und ich brachte es sicher über die Bühne. Als ich dann nach 26 km den Neckar überquerte überholte ich einen Läufer der vor Krämpfen nicht mehr konnte. Damit wähnte ich mich auf dem dritten Platz was zusätzlich Ansporn gab. Nun voll in der Sonne laufend konnte ich auch die Armlinge ausziehen und beim Durchlaufen des Startbereichs ablegen. Allerdings wurde mir dort auch ein vierter Platz mitgeteilt was mich verwirrte.
Ein etwas steilere Brücke bei Km 32 zog mir dann die Kraft aus den Beinen. Ich wolle jedoch erstmal weiter laufen. Auf der anderen Neckarseite lief dann gerade zu diesem Zeitpunkt etwa 150 Meter vor mir ein Sonntagsjogger seinen Bahnen und ich merkte wie ich mich langsam an ihn heransaugen konnte. Danach lief ich dann noch ein Kilometer im Windschatten um dann zu überholen. So kam es zum Rennen im Rennen - bis er leider abbog und ich kurz darauf froh war 2 Becher Cola am letzten VP schnappen zu können. Um diese in Ruhe zu trinken ging ich dann auch kurz. Von nun an sollte es nur noch 5 km bis ins Ziel gehen. 5 km Slalomlaufen. Denn die wirklich schöne Sonne hatte alle raus aus den Häusern gelockt. Völlig zurecht.
Als es mir dann bei Km 40 etwas schwindelig wurde ging ich nochmal und wurde ziemlich überraschend überholt. Was mich jedoch nicht störte. Ich wollte nur gesund ins Ziel kommen.
Dann eine kurze und sehr schmale Unterführung. Für Radfahrer extra mit Schild "Absteigen". Was die vor mir natürlich nicht tat. Und so kam es was kommen musste. Ich rief von hinten dass ich komme, sie bremst komplett ab, ich falle fast über den Gepäckträger und schimpfe nur noch. Immerhin war ich für einen Kilometer dann abgelenkt :-)
Dann die letzte Kurve. Ich sehe meine Familie da stehen. Meine Jungs wollen mit mir ins Ziel laufen. Also Hände geschnappt und weiter geht's noch die 50 Meter. Und kaum bin ich über der Ziellinie läuft auch schon der nächste darüber. Aber meine Jungs sind eben doch schon gut trainiert ;-)

Im Ziel war ich dann wirklich erstmal ziemlich fertig. Ich wusste dass dies heute am Limit war. Aber nach etwas trinken ging es dann auch wieder und ich war stolz auf das erreichte. Auch wenn ein Marathon am körperlichen Limit eigentlich nicht der Plan war. 3:13h standen dann zu buche. Und Platz 5.
Jetzt heißt es erstmal regenerieren und entspannen bevor schon bald die nächsten Laufabenteuer auf mich warten .

Bis dahin:
Testen was geht.

Markus