Dienstag, 24. November 2015

Gedankenversunken durch die Nacht

Hallo,

Probleme kommen - Probleme gehen.
Winter ist da - Zeit für wärmende Kleidung.
Musik kommt in mein Kopf - und ist doch gleich wieder vergessen.
Der Laufwind umweht meine nackigen Beine - und kühlt mich doch nicht aus.
Gedanken sind da - aber zu schnell vergessen.
Stirnlampe an - Stirnlampe aus.
Entscheidungen können gefällt werden - wüßte ich sie nur noch.
Hügel hoch - Hügel runter.
Tempo spielt keine Rolle - es ist das Gefühl das zählt.

So lief ich gestern Abend bei (fast) Vollmond meine Stunde, dachte an vieles und doch wieder nichts, summte Lieder, die mir sonst peinlich wären und genoss es einfach die 13 Kilometer laufen zu dürfen. Ganz ohne Stress und geleitet vom Mond und einer inneren Zufriedenheit.

http://media9.news.ch/news/680/270119-vollmond.jpg

Bis dahin:
Entspannte Läufe wünsche ich

Markus

Montag, 16. November 2015

Überraschend zum Erfolg

Hallo,

nach überstanden anstrengenden Wochen ohne Training oder mit fast zu viel Training wurde ich auf der Arbeit überredet doch spontan bei einem 10 Kilometer Lauf in Schwaikheim teilzunehmen. Und da es schon Mitte November ist bietet sich der Name "Saisonabschlusslauf" gerade zu an. Immerhin schon zum 35. Mal ging der dieses Mal über die Runde, aber zum ersten Mal wurde in die entgegen gesetzte Richtung gelaufen. Also für jeden eine neue Bestzeit auf dem Kurs.

Es handelt sich um einen zwei Runden Kurs mit jeweils rund 45 Höhenmeter. Diese waren dieses Mal fast ausschließlich auf dem ersten, bzw. 6. Kilometer zurück zu legen. Und kurz vor der Zielgerade, bzw. Wendepunkt. 

Da es nur eine Bruttozeitmessung hat wollte ich ziemlich weit vorne stehen, doch als ich bei frischen und windigen Temperaturen am Start ankam hatte es nur noch Platz in der 5. Reihe. Dann eben durchkämpfen und überholen. Und das tat ich auch direkt nach dem Startschuss. Erstmal Vollsprint und dann an der Steigung, die ich durch viele Trainingsläufe kannte, das Tempo hochhalten. Und schon hatte ich Platz zum Laufen. Auf einer Wendepunktstrecke konnte ich dann zählen dass ich unten den Top 30 war. Allerdings hatte ich da Sorgen, ob meine Kraft bei diesem hohen Tempo bis zum Ende ausreicht. 
Ich war der Meinung, dass ich heute mit einer Zeit um die 42 Minuten froh sein müsste, doch die Wende und 5 Kilometer Marke durchlief ich nach 19 Minuten. 
Aber jetzt kam die 2. Steigung. Es es lief deutlich schwerer, aber es lief noch. Und gerechnet habe ich zu dem Zeitpunkt auch noch nicht.
Erst als ich Kilometer 8 bei 31 Minuten durchlief und festgestellt habe, dass ich mit einem 3:40 min/km Schnitt eine neue Bestzeit auf 10 Kilometer aufstellen könnte ließ ich es laufen. Zu gute kam mir, dass es abfallend war und ich 2 Läufer in 30 und 50 Meter Entfernung vor mir hatte. An die saugte ich mich nun heran und überlief sie. Immer mit Vollgas.
Dann ab auf die Zielgerade, Augen zu, auf die Zähne beißen und ab ins Ziel. 38:18 min stehen da auf der Uhr. Und damit die Bestzeit um 5 Sekunden verbessert. Yeah!




Nach ein paar Schlücken warmer Tee ging es dann auch schon wieder besser und ich stellte fest, dass ich als 22. und 4. der AK ins Ziel lief. Immerhin konnte ich einige in der 2. Runde überholen, auch wenn diese doch etwas langsamer war als die erste.

Nachdem ich mir dann auch noch eine Jacke übergezogen habe lief ich dann die 4 Kilometer nach Hause und war einfach nur glücklich.

Bis dahin:
Überraschende Bestzeit!

Markus




Samstag, 7. November 2015

Belastungs-EKG

Hallo,

nach einem Monat voller Krankheiten, abgesagter Läufen und einem großen Tief kam mir der Termin gestern wie gerufen. Es sollte zur sportmedizinischen Untersuchung gehen. Schön mit Belastungs-EKG. Da war ich dann echt mal gespannt drauf. 

Doch bevor es auf's Laufband gehen sollte erstmal ein Fragebogen zur gesundheitlichen Vergangenheit ausfüllen, dann wiegen, Größe messen und zum 1. Mal den Blutdruck ermitteln.

Nächster Termin bei der Ärztin: Ausführliches Gespräch und Abhören und -fühlen aller möglichen und für mich bisher ach unmöglichen Stellen und Funktionen. Aber alles mit Zufriedenheit. Hier wurde dann auch das 2. und 3. Mal der Blutdruck gemessen. Veränderungen gab es keine. 

Nun ein Ruhe-EKG. Im Liegen. So konnte es weiter gehen. Ruhepuls 48. Passt. Herzfunktion passt. Also, endlich aufs Laufband. 

Die 1. Stufe sollte gleich mal übersprungen werden war die Ansage. Trotzdem wollte ich gerne mal wissen was die 1. Stufe denn wäre. Es wären 1,5 km/h mit 10 % Steigung. Ok, gerne überspringen.
2. und alle weiteren Stufen: Jeweils etwa 1,3 km/h nach oben und 2 % Steigung dazu. 
Ich durfte also bei 2,7 km/h starten. Immerhin ging's nach oben. Auch die 3. Stufe war noch zum Gehen geeignet. 
Doof wurde die 4. Stufe, hier war's eine Mischung aus schnellen Walken und langsamen Joggen. Wobei ich mich dann bei 5,3 km/h für das Joggen entschieden habe. Schließlich ging es auch schon 16 % nach oben. 
Doch eine Belastung stellte sich erst danach ein. Ich fing an mit Schwitzen. Und verfluchte zum ersten Mal dieses Laufband. Kein Wind, keine frische Luft und nur stupide gegen ein Rollo laufen. Und das übrigens 3 Minuten pro Stufe. Aber noch wird nicht aufgeben. 
Also nächste Stufe. Rund 8 km/h (entspricht 7:30 min/km) und 20 % Steigung. Die Pace eigentlich nichts schlimmes für mich, aber die Steigung wurde langsam richtig anstrengend. Hier merkte ich dann, wie auch in den hügeligen Läufen unter der Woche, wie sehr mir die Kraft noch fehlte. Entsprechend beendete ich die Belastung lieber. Immerhin mit einem maximalen Puls von 182 bpm. So hoch hatte ich ihn sonst im Training noch nie bekommen. 

Und was folgt im Anschluss? Genau: Blutdruckmessen die 4.
Und dann 5 Minuten Auslaufen, oder besser Gehen. Nur um dann die 5. und letzte Prozedur des Blutdruckmessens zu Überstehen.
Achja, bei allen Fünfen kam das Gleiche und Gute bei raus :-)



Abschließend noch ein Gespräch mit der Ärztin und ich wurde als Voll-Sporttauglich entlassen. Genau das was ich hören wollte. Und genau das richtige nachdem es mich doch heftiger erwischt hatte. 

Zwei Dinge habe ich gelernt:
1. Eine sinnvolle Untersuchung, die man von Zeit zu Zeit wiederholen sollte, Gerade auch als Anfänger oder vor einer größeren Belastung
2. Ich liebe das Laufen draußen. Wie konnte ich nur jemals auf einem Laufband laufen gehen? Ich verzichte in Zukunft gerne darauf.

Bis dahin:
Auch schon durchchecken lassen?

Markus

Mittwoch, 4. November 2015

Durchstarten

Hallo,

ja, ich lebe noch. Und ja ich laufe auch noch. Wenn auch nur eingebremst und erst seit kurzem. Den wie das so ist. Wenn man durch Magen-Darm geschwächt ist und dann eine Erkältung bekommt bleibt es nicht bei einer Erkältung. Nach Nebelhöhlenentzündung und Bronchitis huste ich nun nur noch unregelmäßig, aber irgendwie erträglich, herum und fange langsam wieder an zu laufen.
Erst langsam letzte Woche. Und gespickt mit Herbstspaziergängen. Leider alles im vollkommen Nebel. Und seit dieser Woche wieder regelmäßig und vor allem fordernder.
Wie das dann aussieht? Rauf und runter, hin und her, schnell hoch, langsam runter, und vor allem auch mal stehen bleiben, durchatmen und wieder zu Kräften kommen. Etwas was ich überhaupt nicht gewohnt bin. Nein, meine Form ist nicht vollkommen verschwunden, aber mir fehlt die Kraft für anstrengende Einheiten. Und wie hole ich mir die wieder? Genau, durch anstrengende Läufe. Meine Logik. Muss nicht schlüssig sein.
Auf jeden Fall war ich aber froh als heute der Nebel nach Wochen der Trostlosigkeit und des Graus wie weggeblasen war und ich bei strahlendem Wetter meine Runde drehen durfte. Bereits die 3. diese Woche. Wieder hoch und runter. Den Stuttgarter Fernsehturm immer in Sichtweite und die Sonne im Gesicht. So soll das sein. 


So langsam kommt die Kraft auch zurück. Natürlich auch dank der Lust die ich aufs Laufen habe. Gestern Abend konnte mich nicht einmal der dunkel Wald und Nebel mit Sichtweite von unter 10 Meter einbremsen. Kennt ihr das wenn ihr den Weg eigentlich kennt, aber dann doch die Kreuzung verpasst weil ihr sie nicht seht? Gestern eine sehr neue und etwas gruselige Erfahrung für mich. Immerhin habe ich wieder zurück gefunden.

Und nach 3 Tagen laufen, 3 Läufen, knapp 37 Kilometer, 700 Höhenmeter und einer Pace von unter 5 min/km denke ich mir morgen einen Ruhetag verdient zu haben. Meine Oberschenkel freuen sich. Den Freitag muss ich fit sein. Mehr dazu am Wochenende.

Bis dahin:
Einen goldenen Herbst!

Markus