Dienstag, 18. August 2015

Waiblinger Radweg - zu Fuß!

Hallo,

endlich Urlaub! Die stressige Zeit ist rum und jetzt wird erstmal entspannt. Also aktiv entspannt! Jeden tag Bewegung muss schon sein. Nur rumliegen und nix tun wäre nie meine Welt. Das es jedoch so ausartet...
Am Samstag Morgen sind wir erstmal 36 Kilometer Fahrrad gefahren. Nicht sonderlich viel oder schnell, aber eben bewegt. Danach etwas fertig gewesen, aber nach 90 Minuten Erholung erstaunlich fit gewesen. Und da ich schon lange, also mindesten 12 Wochen, eine Strecke im Kopf hatte sollte es die nun sein. Oder doch nur ein Teil davon? Denn laut Ausschilderung soll die Strecke 37 Kilometer lang sein und 500 Höhenmeter haben. Und das Beste: Sie kommt praktisch vor meiner Haustüre vorbei. Warum ich da nicht schon früher gelaufen bin? Keine Zeit, keine Lust, zu lang, zu warm, zu, zu, zu. Irgendwas viel immer ein. Nicht aber so am Samstag!

Also schnell angezogen, Trinkrucksack gefüllt und Riegel + Gummibärchen eingesteckt und rund ging's!
Zur Strecke: Auf dieser werden die fünf Teilorte von Waiblingen und Waiblingen durchquert und umlaufen. Fast durchweg auf Asphalt, dauerhaft wellig mit einigen interessanten Anstiegen. Die Ortsdurchquerungen müssten meiner Ansicht nach nicht sein, sind aber für Ortsunbekannte sicherlich interessant. Untwerwegs gäbe es 3 S-Bahn-Stationen zum Abkürzen und sicherlich die ein oder andere Möglichkeit um Einzukehren. 
Von offizieller Seite wird die Fahrtzeit mit rund 3 Stunden angegeben. Wohlgerkt mit dem Fahrrad. Nunja, in 3 1/2 Stunden wäre ich gerne zu Fuß durch. 

Ein paar Eindrücke von der Strecke:





Ich habe den Weg so rum gewählt, dass es zuerst ziemlich entspannt dahin geht. Nach einer Steigung mit etwa 80 Höhenmeter verläuft es flach oder abfallen bis Km 16. Bis dahin hatte ich auch schon was gegessen und ordentlich getrunken. 
Dann kam ein Abschnitt der neu für mich war. Einer der wenigen. Den mind. 80 % der Strecke war vorab bekannt. Zwar nicht so zusammen hängend aber als Teilabschnitt allemal. Doch dieser Abschnitt war besonders schön. Langsam ansteigend und entlang eines kleinen Baches ging es bergan. Und als ich dann oben war roch es sehr verführerisch. Ich war direkt an einem Erdbeerfeld. Mit sehr reifen Früchten. Hier musste ich mich einfach bedienen bevor diese faulen. Denn geerntet wurde hier sicherlich nicht mehr :-)

Nach einer kurzen Pause und Rückmeldung zu hause ging es weiter. Immer weiter hinauf. Dann erstmal wieder durch Ortschaften und dann sollte es zum höchsten Punkt der Strecke gehen. Auch dieser war mir bekannt. Aber nicht dieser Umweg dahin. Egal, ich wollte genau diese Strecke laufen, also folgte ich der sehr guten Ausschilderung. Verlaufen aufgrund so zahlreicher Beschilderungen fast unmöglich:








 Am höchsten Punkt war ich dann nach genau 2 Stunden. Wow, das läuft ja gut. Doch nun sollte der harte Teil kommen.
Denn zuerst ging es gefährlich nahe an mein Wohnhaus ran. Bis auf einen Kilometer war ich dran. Aber ich sollte hier noch 10 Kilometer vor mir haben. Komm schon Markus, das packst du auch noch war mein Gedanke. Und so trabten meine Füße der Markierung folgend.

Doch nun kam es. Eine Steigung nach der anderen. Zwar nicht wie im Gebirge, aber eben ordentliche Hügel. Und wenn man Radfahren war und man sich langsam den 30 Kilometer Marke nähert schmerzen die Beine doch etwas. Doch hier wird nicht gegangen!
Gedanklich ging ich die Anzahl der Steigungen durch. 5 sollten es noch sein. Die erste und letzte die schlimmsten. Aber auch die waren zu meistern. Und so wurde ich zwar etwas langsamer, konnte meinen 4er Schnitt im Durchschnitt nicht mehr halten, aber ich lief durch. Bis vor die Haustüre.  Bis Km 37! Bis die fast 500 Höhenmeter geschafft waren. Bis ich doch etwas stolz auf mich war!




Fazit:
Welch tolles Erlebnis! Sicherlich nicht das letzte Mal auf dieser Strecke für mich! Vielleicht das nächste Mal anderes herum? Oder mit dir?

36,9 km - 447 HM - 5:01 min/km - - Ø HF - 20 °C - 3597 kcal

Bis dahin:
Gibt's auch bei euch unbekannte Perlen die man laufen kann?

Markus

Freitag, 14. August 2015

Meine Garmin Forerunner 220

Hallo,

nachdem ich mit meiner Garmin Forerunner 210 nicht vollkommen zufrieden war und diese drei Mal einen Wasserschaden hatte hat Garmin diese umsonst gegen die Forerunner 220 ausgetauscht.
Diese nutze ich nun bereits schon einige Monate und es wird Zeit meine Erfahrung damit weiterzugeben.

Funktionen der FR 220:
- GPS Aufzeichnung der Läufe / Aktivitäten
- Intervalltraining
- aktuelle Pace
- Durchschnittliche Pace
- Messung der Herzfreuquenz via ANT mit einem Brustgurt
- Anzeige durchschnittliche Herzfrequenz
- Beleuchtetes Ziffernblatt
- Akustische und vibrierende Erinnerungsfunktion
- Livetracking


Genauigkeit der GPS Aufzeichnung:
Bsp. Hamburg Marathon:
Soll 42,195 Kilometer. Ist laut GPS: 42,51 Kilometer --> Abweichung 0,74 %

Bsp. Trollinger Halbmarathon Heilbronn:
Soll 21,0975 Kilometer. Ist laut GPS: 21,05 Kilometer --> Abweichung 0,22 %

Bsp. Wiederholgenauigkeit:
Mein Weg zur Arbeit wird immer mit rund 15,8 Kilometer + / - 100 Meter angezeigt.

Für mich sind diese Abweichungen allesamt absolut vertretbar.


Dauer bis zum GPS-Signal:
Bevor man diese genauen Daten erhält muss die Uhr erst einmal ein GPS-Signal gefunden haben. Das kann sehr schnell gehen. Also nicht einmal 10 Sekunden.
Es kommt allerdings auch vor, dass man nach 3 Minuten immer noch kein Signal hat. Dann wird es extrem nervig.
Häufig laufe ich dann ohne Signal los und dann geht es meistens sehr schnell bis eine entsprechende Entfernung angezeigt wird. Allerdings wird bis zum Stoppen und erneuten Starten der Uhr dann das Höhenprofil nicht aufgezeichnet.
Läuft also oft so ab: Warten - genervt loslaufen - nach 150 Meter kurz Stop und sofort wieder Start drücken - weiterlaufen


Intervallfunktion:
Die gewünschten Intervalle lassen sich sehr einfach und absolut individuell zusammen stellen.
Ein- oder Auslaufen notwendig?
Länge oder Dauer des Intervalls?
Länge oder Dauer der Ruhephase?
Häufigkeit des Intervalls?
Und los geht's!


Die Pulsmessung erfolgt bei diesem Modell noch mit dem Brustgurt. Diesen trage ich allerdings nicht mehr regelmäßig. Zwar sind die Werte durchaus plausibel und nachvollziehbar, aber der Brustgurt stört eben vor allem auf längeren Strecken. Gerne rutscht dieser oder reibt.
Für Abhilfe sollte das neue Modell der Garmin Forerunner Serie sorgen. Die Forerunner 225 misst den Puls wie viele andere Hersteller bereits am Handgelenk.
Trotz allem ist es bei dieser Uhr auch möglich Trainingsbereiche einzustellen um mit einem gewissen Puls zu trainieren. Über- oder unterschreitet man diesen Bereich wird man erinnert.


Erinnerungsfunktion:
Bei der FR 210 gab es nur ein ziemlich leises Piepsen wenn ein Kilometer erreicht war oder eine Trainingszone verlassen wurde.
Die FR 220 hat als Neuerung zusätzlich einen Vibrationalarm erhalten. So bekommt man auch eine direkt Rückmeldung wenn man Musik hört, eine Mütze anhat oder einfach die Uhr unter einer Jacke versteckt ist. Denn auch hier ist der akustische Alarm nicht zu laut und nervig.
Allerdings kommt es auch gerne mal vor, dass ich das vibrieren nicht mitbekomme. Da laufe ich vor mich hin und wundere mich nach einigen Kilometern, dass die Uhr sich nicht gemeldet hat. Hat sie wohl aber, aber eben nicht bemerkbar für mich.
Sobald eben ein Kilometer erreicht ist zeigt die Uhr die Zeit für den zuletzt angezeigten Kilometer für etwa 15 Sekunden an. Hierzu leuchtet das Display dann auch automatisch.


Eine Neuerung der FR 220 im Vergleich zum Vorgängermodell ist die Möglichkeit per Live Tracking Freunde einzuladen um deine Strecke zu verfolgen. Hierzu muss allerdings die ganze Zeit ein Smartphone in Reichweite zur Uhr mitgeführt werden. Wenn diese Verbindung jedoch hergestellt ist überträgt Garmin die Daten zuverlässig auf eine Karte und zeigt mit einer Verzögerung von etwa einer Minute den aktuellen Standpunkt und die Strecke an. Auch Kilometermarkierungen werden angegeben.


Die Bedienung der Uhr erfolgt sehr einfach über Druckknöpfe am Gehäuse. Diese lassen sich leicht, aber bisher nicht unbeabsichtigt, drücken. Es gibt jeweils einen Knopf um die Uhr zu starten / stoppen, zu der bisherigen Funktion zurück zu kehren, bzw. beim Laufen eine Runde zu markieren, zwischen den Funktionen hin und her zu wechseln und das Display zu beleuchten.


Eine weitere Neuerung dieser Uhr im Vergleich zur FR 210 ist die Funktion Auto Pause. Wenn diese eingeschaltet ist wird die Uhr bei Stillstand automatisch angehalten und startet beim Weiterlaufen wieder. Gerade in der Stadt mit vielen Ampeln oder Verkehr sehr praktisch. Allerdings kann es auch passieren dass die Uhr anhält obwohl man läuft - eben dann wenn man berghoch z.B. sehr gemütlich unterwegs ist. Daher habe ich diese Funktion meistens ausgeschaltet. Manuell kann ich die Uhr jedoch jederzeit pausieren lassen.

Als letzte Neuerung zum Vorgängermodell ist es bei dieser Uhr möglich Rekorde anzeigen zu lassen. So erinnert sich die Uhr an den schnellsten Kilometer, die schnellste Meile, die schnellsten fünf und zehn Kilometer, den schnellsten Halb- und den schnellsten Marathon. Außerdem wird die längste je zurück gelegte Strecke angezeigt.


Die Akkulaufzeit wird von Garmin mit 10 Stunden bei GPS Betrieb angegeben. In meinem täglichen Gebrauch hält der Akku allerdings nicht so lange. Wobei ich die Uhr auch immer wieder regelmäßig auflade. Ich schätze aber, dass der Akku maximal 7 Stunden bei GPS Empfang reichen wird.


Preislich beginnt diese Uhr bei etwa 170 €. Ein durchaus fairer Preis für so viele Funktionen.


Möchte man die Uhr jedoch für andere Sportarten wie Laufen verwenden ist ein Umstellen direkt an der Uhr nicht möglich. So muss ich nach meinen Fahrradtouren manuell dies im Online Trainigsjournal umstellen. Allerdings ist es dort problemlos möglich entsprechende Sportarten auszuwählen. Nur während der Trainingseinheit auf dem Fahrrad zeigt es mir eben nicht die Geschwindigkeit sondern die Pace an. Mit etwas Umrechnungsarbeit im Kopf sind jedoch entsprechende Werte leicht zu ermitteln.





Fazit:
Eine solide GPS Uhr mit externer Pulsmessung. Garmin hat hier eine gute Uhr entwickelt und hergestellt. Die Schwachstellen der FR 210 wurden beseitigt und neue Funktionen konsequent eingeführt. Für Laufeinsteiger wie auch ambitionierte Freizeitläufer reicht diese Uhr vollkommen aus.


Montag, 3. August 2015

Von Tiefs und mir

Hallo,

die letzten Wochen, nach meinem Lauf in Bretten, waren nicht gerade ein Hochgenuss. Eher ziemlich das Gegenteil. Ich fühlt mich schlapp, müde und erschöpft. Die Motivation war erstmal vollkommen weg und die Kraft fehlte auch. Also einfach mal ein völliges Tief:

Quelle: http://www.netdoktor.de/magazin/motivationstraining-niederlagen-gibt-es-nicht/

Klar, sowas gibt es immer wieder. Und mit Willen alleine klappt es hier auch nicht immer. Die Lust muss wieder kommen. Und mit der Zeit kommt diese auch zurück. 
Zwar war ich in diesen letzten beiden Wochen trotzdem regelmäßig weiterhin laufen. Aber bei weitem nicht in dem Umfang wie es für mich üblich ist. Und auch nicht mit dem Elan. Und ich blieb sogar im Bett liegen anstatt sportlich zur Arbeit zu kommen. Der Höhepunkt war wohl erreicht, als ich es schaffte nach 150 Metern stehen zu bleiben und wieder heim zu gehen weil es nicht ging!

Das reicht! Aus einem Tief kommt man nur raus wenn man sich nicht vergräbt und immer deprimierter wird. Man muss aktiv etwas dagegen tun! 
In diesem Fall eben laufen gehen. 
Neue Strecken erkunden. 
Sich die Zeit nehmen zum laufen. 
Mit einer positiven Einstellung!

Genau das hatte ich mir für das Wochenende vorgenommen.
Freitag richtig früh aus der Arbeit gekommen und dann direkt von dort nach und in Stuttgart gelaufen. Mitten durch den Park und entlang Strecken mit Zuschauerpotential. Schwächeln ging also nicht.
Und so wurde das Programm einfach abgespult und die letzten 4 Kilometer sogar in der Hoffnung gerade zum Auto zurück zu laufen und nicht in die falsche Richtung. Nach den 20 km war ich dann auch froh es geschafft zu haben.
20,5 km - 174 HM - 4:35 min/km - - Ø HF - 21 °C - 1727 kcal

Samstag Morgen ging es dann mit der Familie einkaufen. Aber wenn es kein Großeinkauf ist oder eine ausgiebige Shoppingtour dahinter steht habe ich noch Kraft für eine Tour. Also Laufschuhe mitgenommen und von dort heim gelaufen. Zwar mit echt schweren Oberschenkeln, aber daheim war ich glücklich.
14,5 km - 119 HM - 4:50 min/km - 151 Ø HF - 17 °C - 1090 kcal

Nach einem tanzreichen Abend ging es mir und meinen Oberschenkeln auch am Sonntag nicht besser. Das wollte sich auch nicht bei einer Wanderung mit Sohnemann in der Rückentrage und einigen Höhenmetern bessern. Verstehe wer wolle.
Aber nachdem der ganze Tag als Regeneration gereicht haben sollte ging es als mein Kleiner ins Bett ging noch eine Runde laufen. Wundervolles Ambiente durch die sonnendurchfluteten Wälder und Wiesen. Zum Ende des Wochenendes perfekt.
8,3 km - 230 HM - 4:34 min/km - - Ø HF - 27 °C - 692 kcal

Nach diesen 43 Kilometern am Wochenende kann ich also hoffentlich sagen: Läuft wieder bei mir. 
Jetzt heißt es noch 2 stressige Arbeitswochen zu überstehen und dann kommt auch endlich der ersehnte Urlaub. Und dann sieht es hoffentlich so aus:

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/multimedia/160/79/205/94665957393.jpg

Bis dahin:
Nach jedem Tief kommt wieder ein Hoch!

Markus