Freitag, 27. Februar 2015

Sport mit der Familie

Hallo,

während die Sonne sich nach mehreren Tag, fast Wochen, endlich mal wieder von Ihrer besten Seite zeigt und die Temperaturen sich zum ersten Mal dieses Jahr auf ein zweistelliges Niveau wagen keimt bei mir, während ich auf der Arbeit sitze, die Lust auf Bewegung an der frischen Luft. 
Daheim angekommen gab's eine kurze Rücksprache mit meiner besseren Hälfte und schnell stand fest, auch sie würde mitkommen. 
Also schnell wir beiden in die Laufklamotten und -schuhe gesprungen, den Kleinen warm angezogen und eine Strecke überlegt. Hier spielten uns die Gegebenheiten bei uns auf den Feldwegen sehr in die Karten. So gibt es hier immer wieder die Möglichkeit kleine Umwege oder Verlängerungen zu laufen, bzw. die Strecke abzukürzen.
Während ich mich gerade in keiner zu schlechten Form befinde hat meine besser Hälfte nach einer mehrmonatigen Pause erst letzte Woche wieder einen Neustart gewagt. Entsprechend unterschiedlich sind gerade auch die Leistungsstände. Allerdings hatte ich auch noch einen Kinderwagen zu schieben. Und die 27 Kilogramm mit Inhalt gehen ganz schön auf's Tempo und in die Kraft.


So liefen wir einige Abschnitte getrennt, in denen ich versuchte ein wenig Pace zu machen und andere wieder rum gemeinsam nebeneinander her. Natürlich vollkommen im Tempo meiner Frau. Hetzen oder gar völlig demotivieren wollte ich sie auf keinen Fall.
Als wir nach 6,70 Kilometer (ich), bzw. nach 5,2 Kilometer (meine Frau) wieder zu Hause waren hatten wir beide unseren Spaß. Eigentlich sogar wir drei. Denn auch unser Kleiner war die ganze Zeit freundlich vergnügt und hat sich gefreut die Eltern beim Schwitzen zuzusehen.

Nachdem es dieses Mal so gut lief freue ich mich auch schon auf das nächste Mal. Neben einem gemeinsamen Lauf und damit schöner und sportlicher Zeit zusammen hatte ich auf diese Weise auch ein nettes Intervall- und Krafttraining.

Meine Tipps für alle die auch Planen mit anderen Laufen zu gehen:

1. Das langsamste Tempo ist das entscheidende! Diese Person entscheidet wie lange und wie schnell gelaufen wird. Denn Spaß soll es alles machen. Wenn du gefordert werden willst dann hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du hängst danach noch eine Runde dran oder

2. Verlängere die Runde innerhalb der Laufstrecke deines Partners. Also entweder ein kleiner Umweg, oder mal ein Stück voraus laufen und wieder zurück.
Du kannst natürlich auch immer wenn du in Sichtweite eine Bank siehst einen Sprint einlegen, Liegestützen oder Sit-ups machen bis dein Partner auf deiner Höhe ist und dann weiter laufen.


Wichtig ist bei diesen Varianten allerdings immer, dass dies mit dem Partner abgestimmt ist. Denn eine Demütigung oder Vorzeigen seiner eigenen tollen Leistungsfähigkeit sollte und darf hier niemals im Vordergrund stehen. Sonst war es das erste und letzte Mal, dass ihr gemeinsam laufen wart.
Wenn ihr es jedoch schafft, dass ihr beide gemeinsam zurück kommt und euren Spaß hattet stehen weiteren Touren nix im Weg!

Bis dahin:
Zusammen ist man weniger allein

Markus

Montag, 23. Februar 2015

Doping im Freizeitsport

Hallo,

immer öfter ließt man leider von Dopingfällen in der Leichtathletik. Ganz aktuell wurde die Siegerin des Köln Marathon 2014 Julia Mumbi Muraga positiv auf EPO getestet.

Doch was ist Doping? Wen betrift es? Was passiert wenn ich dope?

Unter Doping in engerem Sinne versteht man die Einnahme verbotener Substanzen oder die Anwendung unerlaubter Methoden zur Leistungssteigerung im Sport.
Die offizielle Definition des Dopings für organisierte Leistungssportler ist weiter gefasst und im Code der World Anti-Doping Agency (WADA) festgelegt. Der Begriff Doping bezieht sich somit zunächst auf den Leistungssport; er trifft jedoch auch im Bereich des Breitensports zu, da hier, wenn auch auf einem anderen Niveau, Sport mit kompetitiver Ausrichtung betrieben wird. Anders sieht es im Freizeitsport aus, wo die kompetitive Ausrichtung oftmals fehlt und das Wort Arzneimittelmissbrauch zutreffender ist. [Quelle]


Aber Doping betrifft mich und mein Umfeld doch nicht!
Sicher?
- ~ 70 % sagen, dass Doping im Freizeitsport ein Problem ist. [Quelle]
- Fast 30 % geben an, dass Sie wissen würden woher Sie entsprechende Dopingmittel erhalten könnten. [Quelle]
- 6 % der 16-Jährigen in Nordamerika hat schon einmal Anabolika o.ä. genommen. [Quelle]
- 19 % der Befragten in Fitnessstudios geben an Medikamente zu missbrauchen. [Quelle]

Besonders betroffen sind folgende Gruppen:
- 15- und 16-Jährige an der Schwelle zum Kaderathleten, bei denen die Steigerung der körperlichen Leistung erstmals ins Stocken geraten ist.
- 40- und 50-Jährige, die in einer guten Amateurklasse Sporttreiben und sich durch Verletzungen oder nachlassende Leistungsfähigkeit zurückfallen sehen.
- Ambitionierte Einsteiger in den Breitensport, die sich überfordern, oft in Trendsportarten wie Marathon, Triathlon, Radfahren, aber auch Ballsportarten und Golf. [Quelle]

Unter Läufern besondern beliebt ist das Präparat Analgetika. Dabei handelt es sich um Schmerzmittel, dass die Schmerzen unterdrücken und dabei das Bewusstsein nicht beeinträchtigen soll. Doch hier fehlt es oftmals am Problembewusstsein denn dadurch kann es oftmals zu Schäden an den inneren Organen kommen oder es kann sein, dass künstliche Hüft- oder Kniegelenke benötigt werden.
Unter den Teilnehmern des Bonn (Halb)Marathon 2010 wurde hierzu eine Umfrage durchgeführt. 49 % der Läufer, die auf die Umfrage geantwortet haben, gaben an vor dem Start Analgetika genommen zu haben. Bei 54 % dieser waren die Substanzen nicht verschrieben. Die Läufer erhofften sich dadurch geringere Schmerzen während des Laufs oder danach.

Als Einstieg in den Dopingbereich dienen häufig Nahrungsergänzungsmittel wie Eiweißpulver und Vitamindrinks. Dabei sind diese Präparate in der Regel überflüssig oder gar gesundheitsschädlich. Eine gesunde Ernährung deckt bereits 150 % der empfohlenen Eiweißmenge ab. Diese Überversorgung ist auch bei Leistungssportlern ausreichend. Wer darüber hinaus Eiweißpräparate zu sich nimmt kann seine Nieren belasten.
Angeblich harmlose Nahrungsergänzungsmittel enthalten anabole Steriode oder den Wirkstoff Subitramin. Herzinfarkt oder ein Schlaganfall können die Folge sein.
Hauptbezugsquelle für diese Substrate sind oftmals einschlägige Internet-Shops. Mindestens 100 Millionen Euro werden alleine in Deutschland mit illegalen Medikamenten umgesetzt.


Besonders hervorzuheben ist noch, dass die Gesundheitsrisiken bei Doping im Freizeit- und Breitensport wahrscheinlich deutlich höher als im Profisport sind, weil es weniger medizinische Betreuung, weniger Qualitätskontrollen der Substanzen und Präparate und keine zuverlässigen Daten zu Risiken und Nebenwirkungen gibt.
Nebenwirkungen können, abhängig vom entsprechenden Präparat zum Beispiel sein:
- chronische Entzündungen
- Verletzung innere Organe (Magen, Darm, Nieren) durch die Stöße beim Laufen mit Verstärkung durch Schmerzmittel
- unkontrollierbarer Haarwuchs
- Krebs
- blutiger Urin / Durchfall
- Herzinfarkt


Doch neben den gesundheitlichen Risiken gibt es in Deutschland seit kurzer Zeit für Spitzensprtler auch noch das Risiko strafrechtlich belangt zu werden. Es ist in Deutschland nicht nur der Besitz, sondern auch der Erwerb von Substanzen in nicht geringen Mengen strafbewehrt und kann mit bis zu drei Jahren Freiheits- oder Geldstrafe bestraft werden.
Diese Gesetzt soll sich ganz klar für Fair Play und Gesundheit einsetzten. Ob sich deswegen jedch etwas in diesem System ändert darf bezweifelt werden.

Mein Vorrat auf Arbeit - wenn ich krank bin! Sport gibt es dann keinen!


Bis dahin:
Eure Erfahrungen mit Doping?

Markus

Freitag, 13. Februar 2015

Freitags

Hallo,

es ist schon wieder Freitag,
es wieder dieser Blog,
und ich muss euch nun erzählen was ich wieder erlaufen hab.
Jetzt seh ich die Woche positiv denn ich bin zurück vom Laufen grad.

Moment, was geht, ich sag’s euch ganz konkret,
heute habe ich mir mal wieder die Beine frei gelaufen.
Ich war auf meiner Strecke unterwegs
Und auf dem Heimweg ließ ich’s krachen.
Ich lief und lief und lief,
und bevor ich mich versah hat ich’s geschafft.

War es die Strecke, die ich am Montag lief?
Oder eine der langen Strecke der letzten Wochen?
Oder die da, die mich dort schon lange reizt?
 Nein, es war die Strecke die ich freitags immer lief!


Wer jetzt denkt was schreibt ich da bloß, dem sei folgendes Video ans Herz gelegt. Ja, texten und vor allem singen oder gar rappen ist mir nicht in die Wiege gelegt worden aber das war das Lied das mir heute nicht aus dem Kopf gehen wollte:

So, nachdem das geklärt wäre nun meine Erklärung:
Wie schon letzte Woche und die Woche davor war ich auch heute wieder - freitags - zu Fuß bei der Arbeit. 16 Kilometer morgens um halb Fünf hin und 16 Kilometer nach Feierabend wieder heim.
Heute eine ganz besondere Herausforderung. Aus zwei Gründen.
1. War es heute morgen mit -5°C ein wenig frisch und auf dem Heimweg mit +7°C schon wieder warm. Aber es mussten die gleichen Laufklamotten sein. Challenge accepted!

2. Wollte ich heute ein paar Bilder auf dem Heimweg machen um mal zu zeigen wo ich die letzten Wochen den knapp 100 Kilometer verbracht habe:

Los geht es ziemlich unschön die ersten 3 Kilometer entlang des Neckars an Hafen, Industrieanlagen und Hauptverkehrsstraßen. Ziemlich laut, dreckig und unschön zu laufen. Aber wenn da nunmal das Büro ist muss ich da durch.


Anschließend geht es etwas ruhiger, aber leider immer noch entlang der Straße weg von Stuttgart hinauf. Die ersten über 100 Höhenmeter durch Wohngebiete erwarten mich:



Doch nach weiteren 5 Kilometern ist auch das geschafft. Und die Hälfte der Strecke. Ab jetzt wird es auch deutlich schöner zu laufen. Zuerst durch Parks und entlang von Weinbergen:



Und anschließend über Felder soweit das Auge reicht:


Zum Abschluss dann noch durch ein Dorf und dann der schönste Teil. ein steiles Stück bergab. Doch was ist das? Eine Absperrung? 
Heute morgen auf dem Hinweg war noch alles frei.
 

Also habe ich die Absperrung auch ignoriert. Ich konnte mir schon denken was da los war. Ein kleiner Erdrutsch hat von dem gerade einmal knapp 1 Meter breiten Weg nochmals die Hälfte verschluckt. Vorsichtig vorbei und weiter geht's.
Jetzt galt es ins Tal zu sürzen. Zwar leider nur wenige hundert Meter, aber dafür umso rasanter und trailiger!








Anschließend nochmals einen Kilometer nach oben laufen und schon waren die 16 Kilometer, wieder einmal, geschafft.

Ich würde jetzt gerne schreiben, dass ich dies nächste Woche wieder machen werde, aber das wäre gelogen. Denn jetzt steht eine Woche Urlaub an. Zwar nur daheim. Aber zur Arbeit laufe ich dann nicht.

Bis dahin:
Ein schönes Wochenende!

Markus

Dienstag, 10. Februar 2015

Vollgas ins Glück

Hallo,

als ich gestern vom Laufen zurück gekommen bin sah ich so aus:

 Quelle: http://de.123rf.com/

Was war passiert? 
Ich wollte, vollkommen ungeplant und erst nach 5 Kilometer zu richtig realisiert, mal wieder an meine momentane Leistungsgrenze gehen!
Also Vollgas!

Meine Oberschenkel brannten eben nach diesen ersten 5 Kilometer schon, doch mit einem Schnitt von 4:11 min/km war ich mehr als zufrieden. Einfach nicht unter 4:20 min/km abrutschen dachte ich mir und rannte ohne den Kopf richtig einzuschalten weiter.
Zwar kam dann auch noch Wind dazu, aber kein wilder, aber bei jeder Steigung brannten meine Beine. Egal, Markus, du wolltest es so.

Aber wieso eigentlich? Wolltest du es nicht ruhiger angehen lassen? Entspannt laufen? Den Streß und die Zeitenjagd hinter dir lassen?
Ja, wollte ich! Tue ich auch. 300 Kilometer bin ich dieses Jahr jetzt gelaufen. Und immer relativ gemütlich und entspannt. Dann muss auch mal so ein Lauf dabei sein!

3 Kilometer vor dem Ende ein Blick auf die Uhr. 4:13 min/km im Durchschnitt. Spitze. Jetzt noch heim. Dafür brauche ich, wenn es gut läuft wegen den Höhenmeter auf den letzten Kilometer 14 Minuten. 13:30 min hatte ich noch um unter einer Stunde zu bleiben. Schauen wir mal ob des klappt.

Und wie es geklappt hat. Nach 59:50 Minuten stoppte ich ab:
14,14 Kilometer in 4:14 min/km.



Mir ging es nach dem Lauf zwar die ersten 2 Minuten etwas schlecht, aber dafür stellten sich die Glücksgefühle danach umso deutlicher ein.

Was lerne ich daraus? Ab und an Vollgas schadet nicht. Der Körper braucht eben auch seine Reize!

Bis dahin:
Muskelkater ist ein tolles Gefühl

Markus



Freitag, 6. Februar 2015

Eigentlich

Hallo,

eigentlich waren es für einen schönen Lauf wunderbare Bedingungen:


Aber leider war es so fürchterlich windig und damit eiskalt, dass ich trotz Sonne und warmen Klamotten ziemlich durchfroren und auch fix und fertig daheim angekommen bin.
Böen von bis zu 70 km/h laut Wetterbericht ließen mich fast rückwärts laufen. Und das obwohl ich mich anstellte wie beim Sprinten. Eine Geschwindigkeit unter 5 min/km war gar nicht möglich.


Jetzt nach einer warmen Dusche ist erstmal Regeneration angesagt. Denn das war ja wieder nicht mein einzigster Lauf heute. Wie letzte Woche Freitag bin ich auch heute wieder zur Arbeit und eben wieder heim gelaufen. Nur das ich morgens auf den 16 Kilometern nichts von dem Wind im Rücken gespürt habe. Dafür eben gerade die doppelte Menge zurück.


Bis dahin:
Laufen gegen den Wind ist wunderbares Krafttraining

Markus