Freitag, 30. Januar 2015

24 Stunden - 3 Läufe - 48 Kilometer

Hallo,

die letzten Stunden war mal wieder ziemlich trainingsintensiv. Aber auch gut.

Und das kam so:
Gestern nach der Arbeit wollte ich eine Stunde gemütlich laufen gehen. Direkt hier bei der Arbeit mal die Wälder durchstreifen und neue Wege, Trails und Schlammgruben kennenlernen. Hat auch super geklappt. Nur wurde aus einer Stunde gemütlich, 80 Minuten, knapp 17 Kilometer und fast 300 Höhenmeter.
Leider kamen die Kilometer und die Zeit zusammen weil ich mich etwas verlaufen habe und zeitweise jeden Trail, den ich gefunden habe, mitnehmen wollte.

Trotzdem wusste ich, dass eine lange Regeneration nicht möglich sein wird. Da meine Frau das Auto heute benötigte entschloss ich mich heute zur Arbeit zu laufen. Dafür hatte ich bereits an den Vortagen Wechselklamotten, Duschzeug und Verpflegung auf Arbeit deponiert.
Um möglichst früh heute morgen da zu sein und auch Feierabend machen zu können stand ich um 4:45 Uhr auf und war 5 Minuten später auch schon start bereit. Wobei ich kein gutes Gefühl hatte. Der Wind peitschte den Regen nur so gegen den Rolladen und als ich vor die Türe trat stellte er sich sogar als Schneeregen heraus. Aber egal - Markus, du wolltest es so. Zugfahren kann jeder...
Nach 300 Meter bereute ich diesen Entschluss. Der Wind kam von vorne und vernünftig atmen war kaum noch möglich. Glücklicherweise besserte sich das jedoch schon nach kurzer Zeit und nach 2 Kilometern war es von oben sogar schon trocken.
Von da an ging es dann mit Seiten- und Gegenwind leicht wellig zur Arbeit. Die Stirnlampe zeigte mir den Weg und als ich dann in der großen Stadt war war der aufkommende Verkehr  die größere Herausforderung.
Nach knapp 16 Kilometern war ich dann um 6:10 Uhr auf Arbeit und genehmigte mir erstmal eine heiße Dusche. Aber auch die Blicke der Kollegen waren bemerkenswert. Von Kopfschütteln bis Bewunderung war alles dabei.

Der Arbeitstag war dann durchaus etwas hart. Hunger und Durst konnten zwar gestillt werden, aber die Müdigkeit war eben doch vorhanden. Später kam dann die Sonne raus, aber bis ich in den Feierabend starten konnte war diese leider auch schon wieder verschwunden. Nur der Wind blieb dauerhaft bestehen.

Auf geht's nach Hause

14:45 Uhr habe ich Feierabend gemacht. Wieder sollte es auf dem direkten Weg nach Hause gehen. 
Während der erste Kilometer wie von selbst lief wurde es danach richtig anstrengend. Bis Kilometer 5 stand eine zähe Steigung an. Die Beine wurden schwerer und schwerer und es wollte sich kein gutes Gefühl einstellen.
Erst nachdem ich auf der Hochebene war wurde es besser. Und promt lief ich wohl sogar einen Kilometer in unter 4 Minuten. Zumindest wenn die Uhr nicht spinnt.
Von nun an sollte es fast flach 10 Kilometer nach Hause gehen. Die Kilometer verflogen und ich kam in einen tollen Flow.
Bis es wieder anfing mit Schneien. Fast waagrecht kamen die Schneeflocken von allein Seiten. Und durch meine ständigen Richtungswechsel konnte ich den Rückenwind auch kaum ausnutzen. Von nun an beeilte ich mich nach Hause ins Warme zu kommen.
Dies gelang dann auch zügig und nach weiteren 16 Kilometer war ich dann zu Hause. Nach einem Liter Wasser, einem guten Snack und einer heißen Dusche konnte es jetzt zum gemütlichen Teil übergehen.

Die Bilanz der letzten Stunden:
Donnerstag Nachmittag: 16,7 km - 290 HM - 4:48 min/km - Ø HF 155 - 4 °C - 1218 kcal
Freitag Morgen:             15,7 km - 89 HM  -  4:54 min/km - Ø HF 153 - 2 °C - 1072 kcal
Freitag Nachmittag:       15,7 km - 160 HM - 4:46 min/km - Ø HF 153 - 3 °C - 1110 kcal


Bis dahin:
Morgen ist Regenerationstag!

Markus




Mittwoch, 28. Januar 2015

Geänderte Saisonplanung 2015

Hallo,

durch meinen Freistart Gewinn für den Hamburg Marathon dieses Jahr bin ich ganz schön ins Grübeln gekommen wie das nun dieses Frühjahr alles ablaufen soll.
Fix ist und bleibt der 6 Stunden Lauf in Fürth.
Anschließend werde ich weiter trainieren und dann tatsächlich am 26. April in Hamburg an der Startlinie stehen. Ich werde hierbei aber ganz bewusst laufen und sicherlich nicht übertreiben.
Den Hauptziel bleibt ganz klar 6 Tage später der 55k Trail auf Gozo:

6 Tage Regeneration nach einem Marathon hört sich erstmal nach wenig an. Aber aus der Erfahrung weiß ich, dass dies möglich ist! Aber nur wenn ich vernünftig laufe.
Nicht gelungen war mir das bekannter massen beim Remstal Marathon letztes Jahr.
Aber auch aus diesem Fehler habe ich gelernt. Den ich habe 2 Beispiele wo alles wunderbar war und ich bereits einen Tag später erneut einen Marathon hätte laufen können. Gefühlt zumindest. Diese waren einmal der Berlin Marathon 2013 und mein Indoor Marathon vor 3 Monaten.
Was war dort anders? Ich bin bewusster gelaufen und immer mit dem Hintergedanken Verantwortung zu haben. Bei beiden hatte ich z.B. noch eine lange Fahrt mit dem Auto vor mir und in einem Fall meine schwangere Frau dabei und im anderen bereits eine kleine Familie zu hause. Da habe ich Verantwortung und kann mich nicht vollkommen fertig machen! Und außerdem hatte ich bei beiden Läufen extrem viel Spaß und es war ein tolles Umfeld.
Da dies alles (hoffentlich) auch auf Hamburg zutreffen wird werde ich auch starten.
Dazu werde ich Samstag Nachmittags mit der Bahn anreisen, einen entspannten Tag machen, Sonntags die 42,195 Kilometer laufen und dann bis 17 Uhr Zeit haben bis mich mein Zug wieder heimbringt. Dort wartet dann die Familie und die Regeneration.
Und schon 2 Tage später geht es dann mit dem Flugzeug nach Gozo. Ein richtig schöner Familienurlaub. So haben dann alle was davon. 9 Tage Sonnenschein, warmes Wasser, Ruhe, Entspannung und zwischendrin ein Ultra. Kann es was schöneres geben?


Soweit zum Frühling.
Doch auch im Herbst gibt es eine Änderung. Wie ich auf Nachfrage erfahren habe wird der Remstal Marathon dieses Jahr nicht stattfinden. Erst 2016 wieder. Und das obwohl ich mit ihm noch eine offene Rechnung habe.
Stattdessen werde ich nun wohl beim Bottwartal Marathon über den MZ Urmensch Run über 50 Kilometer starten. Auch hier mind. 30 Kilometer Trail. Was kann es schöneres geben? Und dieses Mal sogar fast vor der Haustüre!


Bis dahin:
Die richtige Entscheidung?

Markus

Samstag, 24. Januar 2015

Longrun am frühen Morgen

Hallo,

Samstag 5:40 Uhr: Der Wecker klingelt. Wie unter der Woche. Dabei könnte ich doch ausschlafen.
Aber ich habe anderes vor!

Schon gestern Abend habe ich mir alle Laufklamotten, Trinkrucksack, Stirnlampe und Verpflegung bereitgelegt und mir eine schöne und interessante Runde zum Laufen herausgesucht.
One-Way sollte diese sein um mit ~ 30 Kilometer auch mal nee Gegenden kennen zu lernen. Also noch etwas Geld für die Bahn zurück einstecken und um 6:15 Uhr konnte es los gehen.

Die ersten 1,5 Kilometer geht es erstmal raus aus dem Heimatort und dann bin ich auf dem Weg der heute gelaufen werden soll. Und zwar der Remstal Höhenweg. Dieser Weg umschließt das Remstal immer auf der Anhöhe, und zwar links, wie rechtsseitig, ist als Wanderweg ausgezeichnet und insgesamt 226 Kilometer lang. Nein, die werde ich sicherlich nicht alle laufen. Zumindest nicht heute. Aber ein Anfang soll gemacht werden.
Quelle: http://www.remstal-route.de/Remstal-Hoehenweg.538.0.html

Ich wohne praktischerweise fast am Ende dieses Weges und die letzten 10 Kilometer kenne ich fast auswendig. Also auf geht's in die andere Richtung.

Zu Beginn war es einfach nur dunkel

Auch hier sind mir in dieser dunklen und kalten Nacht die ersten 8 Kilometer sehr vertraut. Im Dunkeln, selbst mit Stirnlampe, sieht bloß alles etwas anders aus. Aber immer hin muss ich hier noch nicht nach den Wegweisern schauen.
Nach insgesamt etwa 8 Kilometer biege ich ab in den Wald und werde diesen auch fast nicht mehr verlassen. Nur ab und an wird man eine, bei gutem Wetter noch bessere, Aussicht auf das Remstal genießen dürfen.

So schlängelt sich der Weg langsam aber sicher bergan. Dabei hat et sehr zu meiner Freude auch eher wenig Asphaltanteil. Die Untergründe auf denen heute gelaufen werden sind eher Waldboden, Matsch, Wiesen, Schotter und kurzzeitig auch Schnee.








Nach 18 Kilometern habe ich dann den höchsten Punkt der heutigen Tour erreicht. Jedoch nicht ohne mich in der Dunkelheit bis dahin das ein oder andere Mal verlaufen zu haben. Bzw. nicht den richtigen Weg gefunden zu haben. Die Richtung war mir zwar bekannt aber wahrscheinlich bin ich des öfteren ein Stück zu weit links oder rechts des Weges gelaufen. Trotz allem war ich über jeden Wegweiser froh den ich sah. Und über die etwas größere Pause die jetzt mal anstand. Dazu hatte ich mir extra leckere Salzkartoffeln vom Vortag mitgenommen. Kalt waren die zwar eine kleine Überwindung, aber trotzdem ein Genuss und die richtige Portion Power um nun endlich ohne Stirnlampe weiter laufen zu können.

Von nun an wurde es eher wellig, nicht ohne jedoch erstmal fast bis ins Tal gelaufen zu sein. Bei Kilometer 27 merkte ich dann langsam auch wie mich etwas die Kraft verließ. Also nochmals was essen und überlegen von wo ich mit der Bahn heimfahre. Die Geburtstadt Gottlieb Daimlers, Schorndorf, kam näher und ich entschloss dort zum Bahnhof zu laufen und heim zu fahren.
Davor sollte ich jedoch wie aus dem nichts vor diesem Kreuz stehen. Nein, kein Gipfelkreuz, sondern eines für die Gefallenen und Hinterbliebenen. Hier nochmals den Ausblick genießen und dann ab ins Tal.























Dachte ich.
Der Weg aber nicht. Der schickte mich jetzt nochmals erbarmungslos bergan. Meine Oberschenkel brannten und als dann ein sehr matschiger und durch die nassen Blätter auch rutschiger Hang kam entschied ich mich dann doch lieber fürs gehen. Km 29 war geschafft.

Der ominöse Hang (links noch ein kleiner Wegweiser - gerne zu übersehen)

Von dort sollte es jetzt jedoch fast nur noch bergab gehen. Leider auf Asphalt, aber die Zivilisation hatte mich wieder.


Halb 10, wenn andere dann ihr Frühstück genießen, stand ich am Bahnhof, nach 32 Kilometer, froh und glücklich und konnte dann nach der Heimfahrt und einer warmen Dusche voller Energie in den Tag starten.

Mit über 700 Höhenmetern war dies sicherlich keine einfache Runde und auf die Uhrzeit mag etwas speziell gewesen sein, aber für mich war es heute morgen perfekt. Das schreit förmlich nach einer Wiederholung oder Verlängerung der Tour!


32,2 km - 720 HM - 5:35 min/km - Ø HF 149 - 0 °C - 2174 kcal


Bis dahin:
Ein perfekter Start in den Tag

Markus

Montag, 19. Januar 2015

Glückspilz oder doofe Idee

Hallo,

am Freitag erhielt ich eine E-Mail. Wie so oft sah es zuerst nach Spam aus. Dann danach als ob mir mitgeteilt werden sollte dass ich bei dem Gewinnspiel leider nicht gewonnen habe.
Aber das Gegenteil war der Fall. Ich habe gewonnen. Und zwar einen Startplatz für den diesjährigen Hamburg Marathon am 26. April. Inklusive Outfit, Pasta-Party, Finisher-Shirt, etc. Also schon ziemlich cool. Habe mich auch sehr gefreut.

Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/b/bf/Hamburg-Marathon-Logo.svg/220px-Hamburg-Marathon-Logo.svg.png

Bis das A B E R kam.

Markus, willst du nicht Anfang Mai, am 2. genau gesagt, 55 Kilometer quer über die Insel Gozo laufen?!
Ist so ein Marathon 6 Tage vorher wirklich zu empfehlen?
Wie mache ich das mit der Familie? Städtereise mit 1 1/2 Jahre altem Kind? Doofe Idee.

Ich stecke jetzt also in einer Zwickmühle. Natürlich würde ich gerne starten und auch diesen Marathon mitnehmen. Und wenn ich ihn vernünftig angehe könnte das mein Körper bestimmt auch verkraften. Hoffe ich. Denn das Highlight sollte eben Gozo werden.

Leider ist der Platz auch nicht übertragbar. Somit kann ich ihn auch nicht verlosen, weiter geben oder so. Würde ich wohl sonst sofort tun. Wäre das entspanntest im Moment.

So werde ich noch ein wenig über der Entscheidung grübeln und dann starten oder eben auch nicht.

Bis dahin:
Euer Rat?

Markus

Freitag, 16. Januar 2015

Mein neues Spielzeug

Hallo,

nachdem ich mit meiner Garmin Forerunner 210 andauernd Ärger hatte und mich dann bei Garmin damit gemeldet habe wurde mir angeboten meine Uhr in eine neue Forerunner 220 auszutauschen.
Nachdem ich mir die Beschreibung der FR220 durchgelesen habe und feststellen konnte, dass die mindestens die gleichen Funktionen hat wie die FR210 und dazu noch nichts über ein Beschlagen der Uhr bekannt ist habe ich natürlich sofort zugegriffen.
Neben den mir bekannten Funktionen (GPS, Intervalltraining, Herzfrequenzmessung) gibt es jetzt auch die Möglichkeit Live-Tracking einzurichten. Dazu muss die Uhr jedoch mit Bluetooth mit dem Smartphone verbunden sein. Wenn ich dann also unterwegs bin können alle, die ich berechtigt habe, zuschauen wo ich gerade laufe. Habe dies zwar noch nicht getestet, wohl auch weil ich selten ein Handy dabei habe, aber auf meiner nächsten längeren Runde stelle ich dann mal fest wie gut und zuverlässig das läuft.
Außerdem zeichnet die Uhr meine Schrittfreuquenz auf. Ob dies nur eine Spielerei ist oder mehr dahinter steckt wird sich zeigen.
Werde dies und alles weitere die nächsten Wochen dann mal testen und ausprobieren und mich dann mit einem ausführlichen Test wieder melden.

Zum Laufen und damit testen komme ich in den nächsten Tagen und Wochen hoffentlich wieder häufiger. Nach meinem Fieber war zwar alles erstmal gut aber der Husten wollte über eine Woche nicht verschwinden. Erst nach der Einnahme von Antibiotika ist es seit Sonntag etwas besser. So kann ich jetzt auch langsam wieder in ein vernünftiges Training einsteigen und fleißig Kilometer sammeln.

Bis dahin:
Jemand Erfahrungen mit der FR 220?

Markus

Donnerstag, 8. Januar 2015

Ausblick 2015

Hallo,

das neue Jahr ist jetzt schon ein paar Tage alt und natürlich habe ich mir auch für dieses Jahr etwas vorgenommen. Die sportlichen Ziele fasse ich hier mal zusammen.

Zu allererst stehen da bei mir einige Läufe an. Sicher sind das bisher der 6 Stunden Lauf in Fürth als Vorbereitungs- und langer Trainingslauf auf den 55k Gozo Trail.
Da dieses Lauf wohl ziemlich unbekannt ist dazu einige Eckdaten:
- 55 Kilometer
- 1400 Höhenmeter
- 4 Checkpoints und Verpflegungsstellen
- pures Trail Running durch die Natur
- Einmal Rund um die schöne Insel Gozo. Gozo ist die zweitgrößte Insel von Malta und liegt im sonnigen Mittelmeer. Diesen Lauf werde ich daher als schönen Frühlingsurlaub mit meiner Familie verbinden. 9 Tage Sonne im April / Mai mit einem Bungalow und Swimmingpool sind auch nicht so verkehrt.
     Quelle: http://www.welt-down-syndrom-tag-lauf.de/
Quelle: http://hellfiretri.moonfruit.com/

Wenn ich dann dieses Highlight des Jahres Anfang Mai gemeistert habe möchte ich im Sommer noch bei der Night 52 in Bretten starten. Ein Lauf über 52 Kilometer und 900 HM hinein in die Dunkelheit.
Quelle: citycup-bretten.de

Im Herbst soll dann, wenn ich nochmals stattfindet, der Remstal Marathon auf meinem Programm stehen. Sollte dieser nicht stattfinden habe ich da bereits eine schöne Alternative im Hinterkopf. Aber erstmal möchte ich den Marathon einmal vernünftig gelaufen sein.

Zum Jahresausklang steht dann wieder der Silvesterlauf in Bietigheim an. Diese, fast schon, Tradition möchte ich mir auch dieses Jahr nicht entgehen lassen.

Gut möglich ist darüber hinaus noch die Teilnahme an weiteren Läufen, die aber dann wohl eher nicht über die Halbmarathondistanz hinaus gehen. Ein wenig Tempotraining unter Wettkampfbedingungen kann in diesem Zusammenhang nie schaden.
Wobei ich diese Läufe und die zu erzielten Zeiten sicherlich nie verbissen angehen werde. Meine Jagd nach persönlichen Bestzeiten ist erstmal vorbei. Sollte jedoch unerwartet eine solche Zeit fallen nehme ich das mit. Aber nicht mit dem Messer zwischen den Zähnen sondern mit einem Lächeln im Gesicht.


Dies ist nämlich mein zweites sportliches Ziel dieses Jahr. Gesund, fröhlich und nicht verbissen an die Sache ran zu gehen. Klar, Erfolge und / oder tolle Zeiten sind toll - aber nicht der Sinn meines Lebens!
Sollte ich es also mal wieder übertreiben darfst du mich gerne (ein)bremsen!


Das dritte Ziel sind dann interessante und abwechslungsreiche Trainingsläufe.
Letztes Jahr bin ich z.B. bereits einen Teil des Rößleweg gelaufen und möchte diesen dieses Jahr vollständigen Laufen. Darüber hinaus gibt es in meinem Trainingsgelände noch mehrere One-Way Strecken die ich gerne laufen würde um in neue Gebiete vorzustoßen. Zurück kann es dann ja jedesmal mit der Bahn gehen. Darauf freue ich mich auch schon sehr.

Bis dahin:
Wo trifft man sich?

Markus

Montag, 5. Januar 2015

Mühsamer Start ins Jahr

Hallo,

nach den Schneefällen Ende 2014 und den dann folgenden Minusgraden entstand pünktlich zu Neujahr eine schöne Eisschicht auf allen Wegen. Laufen? Fast unmöglich. 
So viel ein Neujahrslauf bei mir auch ins (gefrorene) Wasser.

Am Zweiten wollte ich es dann aber morgens wagen, aber nur um nach nicht einmal 3 Kilometer wieder daheim zu stehen und mir um meine Gesundheit aufgrund von Glatteis Angst zu machen.
Gegen Abend sah es dann besser aus und ich lief dann doch tatsächlich 8 Kilometer am Stück.

Leider nicht ohne Folgen. Abends lag ich dann mit fast 39° Fieber platt da und es ging gar nix mehr. Nach einer heißen und von Fieberträumen geplagten Nacht konnte und wollte ich auch am Dritten nichts sportliches machen. Und das obwohl bis auf einen Husten jeglicher Scherz und vor allem das Fieber wieder verschwunden waren.

Am Vierten wagte ich es dann aber. Ich zog meine Laufsachen an mit der Vorgabe es nicht zu übertreiben. Irgendwas zwischen 20 Minuten und 17 Kilometer sollte dabei herauskommen. Und letzteres wurde es dann auch. Nicht übermäßig schnell oder intensiv, sondern einfach nur genussvoll laufen.

Heute am Fünften des neuen Jahres bin ich mit meinem Kleinen alleine. Doch man kann trotzdem laufen gehen. Zwar mit Kinderwagen und entsprechend kraftzehrender aber eben trotzdem laufen. So waren wir grad vorhin zusammen 8 Kilometer bei schönsten Frühlingswetter laufen. Papa mit Sonnenbrille, Jüngling mit Mütze. Papa mit kurzer Hose, Jüngling mit Jacke. Faire Rollenverteilung. 

36 Kilometer sind für dieses Jahr jetzt wahrlich noch nicht der Brüller, aber immerhin mal n Grundstein auf dem ich aufbauen kann. Und morgen steht bei uns noch n Feiertag an bevor ich an Mittwoch nach drei Wochen Urlaub wieder arbeiten gehen darf. Mal schauen wie sich dann mein Training entwickelt.

Jüngling war viel begeisterter vom Laufen als es hier aussieht

Bis dahin:
Wie lief euer Jahr bisher?

Markus

Freitag, 2. Januar 2015

Mein Silvesterlauf 2014 in Bietigheim

Hallo,

am letzten Tag des Jahres 2014 stand für mich schon fast traditionell der Silvesterlauf in Bietigheim an. Es war bereits meine dritte Teilnahme.

Bei Deutschlands zweitgrößten Silvesterlauf mit 3.600 Anmeldern ist wie immer alles top organisiert! Die Startnummerausgabe verläuft reibungslos, Helfer sind reichlich und gut informiert, Toiletten sind einige, aber wie immer zu wenige da, Parkplätze gibt es wenn man rechtzeitig da ist und die Zuschauer sind auch total motiviert und motivierend. Bis zu 20.000 Menschen sollen an der Strecke stehen wenn die Läufer die 11,1 km unter die Laufschuhe nehmen.
Das dickste Plus dieses mal war jedoch die Strecke. Keine neue Streckenführung und auch nicht weniger als die 100 HM sonder der Zustand der Strecke. Obwohl es die 4 Tage vorher fast pausenlos geschneit hat und allerorts die Straßen noch nicht einmal freigeräumt sind präsentiert sich die Strecke in einem einwandfreien und rutsch freien Zustand. Spitze!

Bevor es jedoch für mich um 14 Uhr losgehen konnte wurde erstmal die Startnummer abgeholt und dann in der warmen Turnhalle schön warm gehalten. Draußen waren es Temperaturen um den Gefrierpunkt und auch der leichte Wind war nicht zu unterschätzen.
Trotzdem entschloss ich mich in kurzer Hose, aber mit Jacke anzutreten. Die Outfits meiner Mitläufer waren bunt gemischt. Von Kurz-Kurz, sogar mit Singlet gab es welche, bis hin zu tiefster sibirischer Winter war alles dabei. Ich nahm mir jedoch vor so schnell zu sein, dass mir schnell warm werden würde.
Dafür hatte ich auch gut trainiert und einige Tempoeinheiten in den Beinen. Nur der Schnee der letzten Tage hatte mich etwas gehemmt und hinterließ schwere Beine. 

 Startnummerausgabe

Der Start- und Zielbereich vor dem Start

Dann um 14 Uhr ging es los. Und wie. Nach einer kurzen Gerade steht bereits gleich die erste knackige und langgezogene Steigung an. Und das ist erst die erste von Vieren wie ich aus den Vorjahren wusste. Trotzdem war der erste Kilometer mit 3:49 min recht schnell. Flach, bzw. leicht abschüssig ging es weiter und dann das erste Mal in die Innenstadt. Dort stehen die Zuschauer dann dicht gedrängt mehr reihig und machen eine Stimmung wie beim Karneval. Wahnsinn! Entsprechende Kilometerzeiten spulte ich ab. 
Jedoch merkte ich bei Kilometer 4, dass irgendwas mit meinem Magen nicht ganz stimmte. Und kurz darauf waren die Beine schwer wie Stahl. Ich war bei Km 5, als es durch den Startbereich ging und in die Zweite, größere, Runde kurz davor stehen zu bleiben. Aber dafür war ich nicht da. Also etwas Tempo raus genommen und bewusst auf den Körper gehört. Zwar wurde ich von da an nur noch überholt aber irgendwie konnte ich weiter laufen.

In der zweiten Runde auf den Weg in die Innenstadt

Vor allem die Kilometer zwischen 7 und 9 dauerten gefühlt eine Ewigkeit und waren mir auf dieser Strecke nicht mehr so schlimm in Erinnerung. Als ich es jedoch bei Km 10, bei 39 min, auf den höchsten Punkt geschafft hatte und es nur noch abwärts ins Ziel gehen sollte gab ich nochmals Gas. 
Bestzeit wurde es zwar dann nicht mehr, aber mit 43:02 min exakt die Zeit aus den Vorjahr bestätigt. 
Damit wurde ich dann zwar 109., Vorjahr 118., aber in meiner Altersklasse gab es einen gewaltigen Sprung. Während ich im Vorjahr als 55. ins Ziel kam wurde ich dieses Mal 19. Da sieht man mal was so ein Geburtstag und die Überschreitung der 30 Jahre Grenze so ausmacht ;-)

Am wichtigsten war mir jedoch, dass ich gut im Ziel angekommen bin und wieder an dieser tollen Laufveranstaltung teilnehmen konnte. 

Bis dahin:
2015 steht schon im Terminkalender

Markus