Donnerstag, 23. November 2017

Nur eine Zahl

Hallo,

wie viel man so läuft ist wirklich von vielen Faktoren abhängig:

Wie gesund bin ich?
Habe ich mich verletzt im Laufe des Jahres?
Habe ich Zeit um regelmäßig laufen zu gehen?
Lässt meine Kondition und Kraft längere Läufe zu?
Wie kann ich laufen mit der Familie vereinen?
Plane ich gerade einen Wettkampf?
Läuft es mal wieder nicht und brauche ich eine Pause vom Laufen?
...

Und obwohl nicht alles rund lief bei mir dieses Jahr habe ich bereits jetzt mein Ziel erreicht. Nein, leider kein Marathon in unter 3 Stunden. Auch nicht gesund durch das Jahr kommen, denn noch stehen ein paar Wochen an...
Ich habe meine geplanten und gewünschten Jahreskilometer für 2017 erreicht. Ein Ziel das ich mir Jahr für Jahr stelle und bisher immer nicht erreicht habe. Weil eben doch ambitioniert. Auch für mich.

3000 Kilometer sollten es werden.

3000 Kilometer voller Freude, Erschöpfung, Lust und Leidenschaft sind es nun auch bereits geworden.

Gekrönt wurde dieser Jubiläumslauf mit einer perfekten Mischung durch Schrebergärten, auf Kopfsteinpflaster, durch den Wald auf Trails, hügelig hinauf zum Aussichtspunkt und hinab durch Weinberge mit langsameren und schnelleren Kilometern bei wunderschönem sonnigem Novemberwetter wie es eben rundum nicht besser sein konnte.




Bis dahin:
Ich bin dankbar für diese erlebte Zeit und Kilometer

Markus

Montag, 13. November 2017

Wenn's draußen anfängt zu schneien ...

Hallo,

zwar habe ich vor drei Jahren geschrieben dass es ein einmaliges Ereignis war dass ich drinnen laufen, aber am gestrigen Tag war ich über den Umstand nicht ganz undankbar.
Zum zweiten Mal startet ich beim TÜV Rheinland Indoor Marathon in Nürnberg. 55 Runden durch die Prüfanstalt, im Obergeschoss hin, über 22 Treppenstufen eine Etage tiefer, dort ab zur Verpflegungsstelle und weiter bis zum nächsten Treppenhaus, wieder 22 Treppenstufen nach oben und zurück zum Startbereich. 767 Meter pure Lauffreude. Vor allem auf den ersten Runden.
Danach war ich immer froh wieder im Startbereich zu sein. Bei lauter Musik, beim Piepsen meiner Uhr wenn ich wieder eine Runde abdrückte um nicht mitzählen zu müssen und bei meiner Familie die mich begleitete.
Schon früh merkte ich an diesem Tag dass es für mich zäh werden würde. Selbst das reichhaltige Essens- und Trinkangebot alle paar Meter half mir nicht so sehr wie gehofft. Aber ich schleppte mich über die Runden. Eigentlich wäre ich gerne unter 3:30 h gelaufen, aber das war am heutigen Tag utopisch und schon nach der Halbmarathonmarke lief ich Rundenzeiten die nicht mehr auf eine solche Endzeit hindeuteten. Die Treppen nach oben wurden immer länger und irgendwann nahm ich mir vor zumindest bis Runde 40 durchzulaufen. Und so hatte ich erstmal ein Ziel.
Runde 40 kam und dann auch die 41, 42, 43, 44, 45. Aber danach wurde mir fast der Stecker gezogen. Immer im Treppenhaus wurde es mir nun schwindelig. Auch viel Cola half nur bedingt weiter so dass ich nun immer längere Gehpausen einlegte und es nur noch gesund ins Ziel bringen wollte.

Die letzten Runden zählte ich dann auch runter und als es in die letzte Runde ging und ich mitbekam wie sich Läufer mir hinter vom Personal ebenso verabschiedeten um ins Ziel zu laufen beschleunigte ich nochmal. Zumindest etwas Ehrgeiz war noch vorhanden. Und nach einem Zielspurt und einer längeren Pause dort war ich froh nach 3:48:57 h und 455 Höhenmeter = 1210 Stufen im Ziel zu sein.

Langweilig wurde es mir auf der gesamten Strecke wieder einmal nicht. Auch wenn man irgendwann jeden Winkel kennt so ist es doch spannend ständig jemanden vor sich zu haben den man vielleicht doch noch überholen kann. Und auch die Laufstile lassen sich spitze analysieren. Gerade Barfuß kam man wunderbar auf dem warmen Boden auf seine Kosten. Denn während es draußen zeitweise wirklich schneite konnten wir alle leicht bekleidet unsere Runden ziehen.  Tolle, wenn auch sehr kraftraubende Idee!

Hier noch zwei Videos von gestern (Auf einem bin ich zu finden):




Bis dahin:
Schwindelig ist's mir nicht mehr

Markus

Montag, 30. Oktober 2017

Mein Pacemacer-Einsatz im Bottwartal

Hallo,

zwar ist es schon zwei Wochen her, aber die waren stressig, lehrreich aufgrund Schulungen und nicht ganz so sportlich - aber trotzdem habe ich diesen Lauf in Erinnerung behalten. 
Und zwar ging es wieder zum Bottwartal Marathon. Genauer, zum Halbmarathon. Wieder, wie im letzten Jahr, als Pacemaker für die 1:30h Läufer.
Doch bevor ich Sonntags an den Start durfte wollte auch mein Großer noch eine Runde mitlaufen und dabei seine erste Medaille erhalten. Und so ging es bereits Samstag ins nahe gelegene Bottwartal und er durfte sich über 500 Meter austoben und ich bereits meine Startunterlagen, eine Mütze und eine Flasche Wein mit nach Hause nehmen. 

Sonntags ging es dann früh los und nachdem ich meine "Fahne", die mich als Pacemaker markierte abgeholt habe, und nochmals eine Flasche Wein, Kompressionsstrümpfe und ein Laufshirt erhalten habe, konnte ich mich endlich in den Bus zum Startort setzen. Denn die Strecke ist eine One-Way-Runde von Gronau nach Steinheim auf der zweiten Hälfte der Marathonläufer. 
Im Bus durfte ich mich dann einige Kommentare von Läufern anhören wie man den mit der "Fahne" rennen kann und auch so schnell und ich wußte es ehrlich gesagt selber nicht. Aber ich wollte es versuchen. Schließlich war diese an eine Art Rucksack befestigt der ziemlich eng zu sitzen schien. Nur die Höhe der Konstruktion machte mir etwas Angst.
Nachdem dann die ersten Marathonläufer an uns vorbei waren durften auch wir schon bald auf die Strecke und ich musste mich wie immer erstmal freilaufen. Die ersten zwei Kilometer sollte etwas bergan gehen, aber da war ja noch Kraft vorhanden. und als wir nach 4 Kilometer und dem gleichen bergab Stück wieder am Start waren konnte ich mehr oder weniger entspannt weiter laufen. 
Eigentlich eher weniger, hatte mich nach dem Köln Marathon, doch mal wieder eine Erkältung heimgesucht und fast eine Woche außer Gefecht gesetzt. Und auch bei diesem Lauf musste ich noch ziemlich Husten und spürte nicht ganz bei Kräften zu sein. 
Daher bremste ich mich zu Beginn auch nicht sondern lief lieber einen kleinen Vorsprung heraus den ich hinten hinaus brauchen würde. 
So vergingen die Kilometer bei herrlichem Herbstwetter und durch stimmungsvolle Ortschaften und ich konnte die Pace einigermaßen halten. Immerhin hatte ich im Gegensatz zum Vorjahr keine Bauchkrämpfe.


Auch die Gruppe um mich herum oder hinter mir war nicht all zu groß sondern bestand meist aus bis zu fünf Mann. Ab und an mal eine kleine Bemerkung wo es hinging und ständig der Blick auf die Ur mit der Gewissheit das es für 1:30h reichen würde. Auch wenn es zum Ende hin wirklich zäh wurde und ich doch pro Kilometer 15 Sekunden auf die Sollzeit verlor konnte ich dann mit 1:29:47 h glücklich und erschöpft ins Ziel einlaufen.
Und da mir dann auch von meinen Mitläufern gedankt wurde konnte ich nicht all zu viel falsch gemacht haben. 


Ob es jedoch nächstes Jahr ein nächstes Mal gibt weiß ich bis dato noch nicht, dafür ist die Jahresplanung einfach noch nicht ausgreift genug.
Eine tolle und stimmungsvolle Veranstaltung ist das aber auf alle Fälle!

Bis dahin:
Im Ziel ist die Anstrengung vergessen.

Markus