Dienstag, 6. Dezember 2016

Der Nikolauslauf hat mich geschafft


Hallo,

mein Nikolauslauf fand bereits am Samstag in einem großen Einkaufszentrum statt. Nein, kein Geschenkemarathon. Glücklicherweise.
Nur ein Lauf über eine knapp 1 km lange Rundstrecke. 90 Minuten lang. Mit ein paar Hindernissen gespickt wie Treppenhäuser, Betonbarrieren zum Überklettern, Netze zum Hochklettern und Taue zum Abseilen. Und das ganze teilweise auf Sand. Soll ja auch anstrengend sein. Und mindestens eine Nikolausmütze war Pflicht.
Und weil es um den guten Zweck geht sollte es auch keine Preise für die meisten Runden geben sondern am Ende eine Verlosung von zehn Preisen unter allen Teilnehmern. Wobei derjenige der mehr Runden schaffte größere Chancen hatte da wir auf jeder Runde eine kleine Christbaumkugel mit unserer Startnummer beschriften durften und diese dann in eine Lostrommel geworfen wurde.
Trotzdem wollte ich natürlich möglichst viele Runden laufen um die Chance zu erhöhen. Und so ging ich vom Start an vorne hinweg.
Vom EG startend ging es ins UG, durch das Parkhaus, über Treppen ins OG, über das Parkdeck, über Treppen ins EG, dann eine Runde auf einem Trampelpfad um den Sportplatz, über Betonbarrieren, direkt hoch ins Netz und von dort am Tau abseilen. Dann wieder Treppen hoch ins OG, über das Parkdeck, ins UG, durch das Parkhaus, ins EG und ab zur nächsten Runde nachdem die Kugel abgeben war.
Noch heute bekomme ich Muskelkater wenn ich an die Strecke denke und vor Ort hatte ich nach 3 Runden schon fast genug. Aber hier wird nicht gejammert und auch dort konnte ich mich Stück für Stück ein wenig absetzen. Und auch Überrundungen kamen dazu. Aber alles mit Spaß und guter Laune. Und so kam Runde um Runde dazu. Und als ich mich schon auf der letzten Runde wähnte und Abschied von den Helfern nahm machten die Kräfte wirklich langsam das Licht aus. Aber nicht so bei Start & Ziel. Dort wurde ich einfach nochmals losgeschickt. Na gut. Dann halt mal ganz langsam und dann auch derjenige mit den meisten Runden. 15 waren es dann doch in 1 1/2 Stunden. Immerhin. Von der Pace her war ich selten so langsam, von dern Kräften selten so kaputt.

Schnell zum Auto was trockenes anziehen und dann gespannt auf die Verlosung warten. Vielleicht sollte ich Glück haben?!
Von Platz 10 wurde herabgelost. Und Platz 10 geht an.... mich.
Super, bereits einen Einkaufsgutschein für 50 € in den Händen gehalten.
Und so wurden weitere Preise verlost. Und ich hatte noch 14 Kugeln in der Lostrommel.
Weiter ging's mit Einkaufsgutscheinen, Lautsprechern, einer Carrerabahn, Tankgutschein, ... leider hatte ich kein Glück mehr. Bis zum ersten Platz. Einen 200 Euro Gutschein für den Europapark. Und jetzt ratet mal wer gewonnen hat? :-)






Bis dahin:
Wann fährt die Achterbahn?

Markus

Sonntag, 27. November 2016

Keine Herbstlethargie

Hallo,

auch wenn es manch einer nicht glauben kann. Ich lebe noch. Und wie. 

Nachdem der Oktober nach dem Halbmarathon gar nicht mehr lief und ich mit Erkältung im Bett lag startete ich pünktlich am ersten November wieder durch. Das Ziel immerhin auf 2.500 Kilometer dieses Jahr zu kommen wollte ich noch nicht aufgeben auch wenn es manchen Tiefpunkt und Stillstand dieses Jahr gab.

So stand in der ersten Woche ein leichter Aufbau der Form wieder an. Aber nur um in Woche zwei gleich wieder anzugreifen und mit langen Läufen jenseits der 20 Kilometer und Intervallen meinen Körper wieder spüren zu lassen dass es jetzt wieder rund geht. Und er beklagte sich kaum. Ab und an meldete sich die letzten Wochen mein rechtes Knie zu Wort. Bereits schon beim letzten Marathon. Aber mit etwas Schonung und / oder Blackroll ging es dann auch wieder rund. 
Und als dann Mitte des Monats ein kleiner Trail-Gruppen-Nacht-Lauf anstehen sollte war ich natürlich auch da dabei. Viel zu lange (2 Monate) war ich nicht mehr richtig im Wald spielen. Und wie ich es vermisst habe. Eben nicht nur Tempo bolzen und auf langen Asphaltstraßen dahin rennen sondern über Lauf, Wurzeln und im Schlamm meinen Spaß haben und durch viel zu viele Höhenmeter meine Beine zu spüren. 
Und weil das so schön war war ich danach gleich noch zwei Mal diesen Monat in diesem herrlichen Revier. So auch heute morgen bereits. Und da entstanden Bilder die gerade auch zu meiner Situation passen. Langsam lichtete sich der Nebel und die Sonne entfalte ihre herrliche Wirkung und zauberte ein phantastisches Gefühl dahin das ich nur so über Stock und Stein springen konnte und schon fast traurig war als ich nach 15,5 km und 500 HM zurück war. Aber so ein Lächeln hält eben auch mal länger und ich weiß ich bin wieder auf dem richtigen Weg.




So sind es jetzt auch "nur" noch 222 Kilometer bis zu meinem korrigierten Jahresziel und das sollte neben dem Spaß am Laufen machbar sein. Den neben dem Spaß habe ich auch am Handgelenk und am Fuß etwas neues was ich dann zeitnah vorstellen werde.

Bis dahin:
Nach dem Nebel kommt auch wieder die Sonne

Markus

Montag, 17. Oktober 2016

Mein erstes Mal

Hallo,

gestern durfte ich wieder eine Premiere feiern. Zum ersten Mal Pacemaker bei einem Lauf. Und zwar beim Bottwartal Marathon. Allerdings "nur" über die Halbmarathondistanz. Das reichte mir aufgrund der letzten drei Wochen auch. Kaum Läufe, noch weniger Kilometer und nur zwei mal überhaupt über 10 Kilometer am Stück. Also eigentlich gar nicht vorbereitet. Ach, ist es dann nicht gut, dass man gleich eine Zielzeit von 1:30 Stunde hat?

Also Sonntag für zum Start- und Zielbereich Startunterlagen abholen. Dann erstmal warten und dann mit dem Bus zum Startbereich des Halbmarathons so dass wir halben eine Punkt zu Punkt Strecke haben. Schnell noch dass gestellte T-Shirt angezogen, Startnummer und nochmals auf dem Rücken eine Kennzeichnung mit Pace befestigt und langsam nervös geworden. Wie die Tage zuvor auch schon. Denn so wirklich laufen sollte es nie. Aber hey, 1:30h, also eine Pace von 4:15 min/km sollte irgendwie klappen. Und ein paar Leute zählen schließlich auf dich. Also nur den innerlichen Druck noch erhöht.
Kurz vor dem Start gab es dann noch einen bunten Luftballon und dann reihte ich mich in die Masse der Läufer ein. Tendenziell eher zu weit hinten wie ich an den erschrockenen Blicken der Läufer um mich herum erkennen konnte. Aber gut, nach vorne durchdrängeln wollte ich mich jetzt auch nicht. Dann lieber auf den ersten Metern.

Und so ging es dann auch kurz nach 11 Uhr los. Doofe Uhrzeit für mich, da ich schon wieder etwas Hunger hatte und der Bauch sich vom Frühstück noch nicht ganz beruhigt hatte.
Zu Beginn ging es erstmal 2 Kilometer etwas ansteigend und ich schaffte meine Pace. Irgendwo zwischen 4:10 und 4:20 min/km hatte ich mir vorgenommen um einiger massen konstant zu laufen.
Dann ging es jedoch auch 2 Kilometer bergab und wirklich bremsen konnte ich nicht so dass wir zwei Mal deutlich unter der Pace waren. Aber was wir haben haben wir. So auch die einhellige Meinung derer mit denen ich sprach.
Kilometer 5 bis 7 und ich beruhigte das Tempo wieder eine wenig. Ich hatte jetzt immer einen Läufer an meiner Seite und einige hinter mir. Aber trotzdem war es ein einsames Rennen. Denn alle waren mit sich selbst beschäftigt. Auch ich merkte bereits bei Kilometer 7 das dies nicht mein Tag ist. Die ersten Bauchkrämpfe kündigten sich an und auch die Kraft ließ deutlich nach. Aber noch sind 2/3 zu laufen.
Weiter ging es durch Stimmungshochburgen in den Städten und Gemeinden und dann wieder sehr ruhig auf Landstraßen entlang von Reben und Obstbaumwiesen. Sehr schön ist es dort im Bottwartal. Ein absolutes Highlight war ein Drive in Cafe für die ganz faulen Autofahrer die zum Brötchenholen nicht einmal mehr aussteigen wollen.
Die Kilometer liefen so dahin, mal mit mehr, mal mit weniger Bauchkrämpfen. Trinken war für mich zwar wichtig, verursachte aber immer mehr Krämpfe. Aber aufgeben oder langsamer werden wollte ich auch nicht. Nur gut das wir auf der ersten Stunde einen gewissen Vorsprung rausgelaufen hatte. Knapp 1 Minute war es nach 14 Kilometer. Von da an merkte ich auch, dass meine Kilometerangaben und die offiziellen nicht ganz zueinander passten. Laut meiner Uhr fehlten 200 Meter. Also nochmals etwas mehr als eine Minute.
Das kam mir natürlich sehr entgegen und so drosselte ich das Tempo und von nun an ging es eher mit 4:25 min/km Kilometer für Kilometer Richtung Ziel.
Ein Kilometer vor dem Ziel löste sich die Gruppe um mich herum, zeitweise etwa zehn Mann, langsam auf. Manche zogen einen Schlussspurt an, andere fielen leicht ab. Ich versuchte einfach vernünftig ins Ziel zu kommen und ließ mich entspannt übersprinten.
Und nach 1:29:51 h war ich dann auch im Ziel. Ich denke mal das die Zielvorgabe ganz gut umgesetzt wurde ;-)











Was bleibt mir von dieser Erfahrung?
Erstmal sollte man ordentlich trainiert sein und sich nicht gerade in einer Schwächephase befinden wenn man sich als Pacemaker zur Verfügung stellt.
Ebenso sollten eigene Ambitionen zurück gestellt werden. Du machst niemanden glücklich wenn du allen davon läufst.
Und ich sollte mich mehr um meinen Bauch / Magen kümmern. Auf Dauer geht das nicht gut.

Bis dahin:
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Markus